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Alle öffentlichen Einrichtungen und Bürgerhäuser sind gesperrt, wie soll man als Tänzer in Form bleiben? Diese Situation trifft alle Tanzpaare des Schwarz-Rot-Clubs hart, denn im Gegensatz zu einigen anderen Sportarten benötigt man einen relativ großen Saal, möglichst mit Parkettboden. Schmidt zu Hause

Ich habe mal bei den derzeitigen deutschen Ranglistenersten Thomas und Susanne Schmidt nachgefragt, wie sie mit der Situation umgehen. Kurz vor der Sperre hatten die beiden noch ein Turnier in Tschechien getanzt, das sie zum ersten Mal als Sieger in einem Weltranglistenturnier abschlossen. Als Vizeweltmeister geht da natürlich der Blick zur momentan stärksten Konkurrenz ins Ausland. Viele der besten internationalen Tanzpaare besitzen eigene Tanzschulen und können dort problemlos weitertrainieren und auf Weltklasseniveau bleiben. Für die Wetzlarer Tanzpaare bleibt diese Option verschlossen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Möbel zur Seite zu rücken oder einen Kellerraum leer zu räumen. Aber auch dann können sie kaum mehr als „Standübungen“ machen. Schon nach einer Drehung würden sie an der Wand landen. Natürlich kümmern sie sich um ihre allgemeine körperliche Fitness durch Sit-ups und allerlei Gymnastik. Ihre Trainer, die mehrfachen Amateur- und Profiweltmeister Volker Schmidt und Ellen Jonas, können zur Zeit auch nicht viel mehr machen, als sich auf dem Laufband im Wohnzimmer fit zu halten. Die ebenfalls seit vielen Jahren erfolgreichen Standardtänzer Wilfried und Marion Find versuchen es mit kurzen Sequenzen im Hobbykeller. Es ist so schade, dass den Paaren, die so viel Zeit, Geld und Energie in den Aufbau ihrer Tanzkarriere gesteckt haben, nun alle Wege verschlossen wurden, ihre Leistungen aufrechtzuerhalten. Aber Ausnahmen von der harten Schließungsregel bleiben wohl ein Wunschtraum für den Moment.