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Direkt nach der Arbeit zum Flughafen und Non-Stop nach Tokio - das war der Startschuss für eine achttägige Asientour mit fünf Turnieren in drei verschiedenen Städten. Tokio-Taipei-Seoul. Die komplette Turnierserie durch Asien, an der die gesamte Weltspitze in allen Disziplinen teilnimmt, erstreckt sich über zwei Wochen.

volker ellen

 


Die erste Station war die beeindruckende riesige Budokan-Halle in Tokio. Wie auch in den Jahren zuvor ist die Begeisterung der 8 000 Zuschauer und die perfekte Organisation des Zeitplans der Tokio Open kaum zu überbieten. In der Klasse der Professional über 16 Jahre waren 178 Paare aus der ganzen Welt am Start - mit dabei Volker Schmidt und Ellen Jonas aus Wetzlar. Nach der dritten Runde wurde es spannend, da dies die Qualifikation für das Achtelfinale bedeutete. Es wurden 48 Paare aufgerufen - letztes Jahr verpassten die Wetzlarer diese Runde knapp mit Platz 51 - diesmal hat es geklappt. Die Leistung war trotz Jetlag hervorragend. Schmidt/Jonas tanzten die vierte Runde mit voller Energie und erzielten Platz 36.
Überglücklich ging es ins Hotel, und am nächsten Tag direkt weiter nach Taiwan. Dort haben sie nochmals einige kleine Trainingseinheiten mit ihren englischen und italienischen Trainern absolviert, um den letzten Schliff für die bevorstehenden Wettkämpfe zu holen.
Abfahrt morgens 07.20 Uhr mit dem Shuttle Bus zur Taipei Arena. Start des Rising Star Turniers 8:50 Uhr mit 30 Paaren. Schmidt/Jonas qualifizierten sich problemlos direkt für das Semifinale und zeigten eine sehr auffallend konstante Leistung durch alle Tänze. Dies bedeutete die Finalteilnahme mit sieben Paaren. Mit konditioneller Stärke und auf hohem technischen Niveau präsentierten sie nochmals alle fünf Standardtänze: das Endergebnis blieb bis zur Siegerehrung geheim - dann kam der Aufruf : „Platz eins in allen Tänzen für Deutschland: Volker Schmidt und Ellen Jonas“.
Hochmotiviert traten die beiden in dem anschließenden Weltranglistenturnier Taipei Open der Professionals an und wollten, wie zwei Tage zuvor in Tokio, wieder das Achtelfinale erreichen. Es klappte erneut in die Runde der besten 48, allerdings diesmal war das Endergebnis sogar Platz 25 mit 20 Kreuzen - ab 21 Kreuzen wäre es sogar das Viertelfinale gewesen! Das war ein Wahnsinnstag für die Wetzlarer.
Am Folgetag absolvierten sie nochmals mehrere Stunden Training und bevor es weiter nach Korea ging.
Der Flughafen in Seoul war noch sehr im Zeichen der Olympischen Winterspiele dekoriert und auch die Wetterverhältnisse waren eiskalt.
Die Turniere der Korea Open fanden in einem sehr großen Hotelkomplex in Seoul mit angrenzenden Veranstaltungsräumen mit Live Orchester statt, was für die Sportler hervorragend war. Der erste Wettkampf war erneut das Weltranglistenturnier. Auch hier qualifizierten sich Schmidt/Jonas wieder für die Runde der besten 48 Paare. Zum Schluss war es Platz 38. Direkt im Anschluss wurde noch ein Turnier für Professionals über 40 Jahre ausgetragen. Als einziges westliches Paar stachen die beiden zwischen den 21 asiatischen Paaren auch sehr durch die Körpergröße und der damit verbundenen Power heraus. Sehr klar erreichten sie als aktuelle Weltmeister dieser Klasse nach zwei Runden das Finale und gingen als unangefochtene Sieger vom Parkett.
Es ist wirklich unbeschreiblich, welchen Stellenwert und welche Begeisterung der Tanzsport in Asien bei der Bevölkerung einnimmt. Es ist jede Reise wert!